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Kunst in Leichlingen Ausstellung im Skulpturenpark wird am Sonntag eröffnet

Von Frank Weiffen 30.04.16, 10:44 Uhr

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Blick ins Innere des Menschen: Im großen Steinbruch hängt mit Bastian Kottes Bild „Innere Landschaft“ ein Hingucker der neuen Sinneswald-Ausstellung.

Blick ins Innere des Menschen: Im großen Steinbruch hängt mit Bastian Kottes Bild „Innere Landschaft“ ein Hingucker der neuen Sinneswald-Ausstellung.
Foto:

Britta Berg

Leichlingen -

Im vergangenen Jahr noch mahnten die an der Skulpturenausstellung im Sinneswald beteiligten Künstler zur „Achtsamkeit“. In diesem Jahr geht es einen Schritt weiter: Der Titel der neuen Ausstellung lautet „Metamorphosen“. Denn: „Wer auf sich und die Umwelt achtet, der durchläuft oftmals auch eine Veränderung“, sagt Wicze Braun, die gemeinsam mit Wolfgang Brudes den Skulpturenpark sowie die Spinnerei im Murbachtal betreibt. Und dieses „Sich Gedanken machen“ und „Sich ändern“ sei heutzutage wichtiger denn je, um Gutes zu bewirken.

Wobei der Begriff der „Metamorphose“ im Rahmen der neuen Schau bei weitem nicht nur auf diese Sichtweise beschränkt ist. Die über 70 Sinneswald-Künstler – darunter auch Schulklassen und Künstlergruppen – haben sich des Mottos facettenreich und allumfassend angenommen. Cornelia Weinert etwa wandelte das Sprichwort des „aus der Mücke einen Elefanten machen“ um und schuf einen Mückofanten.

Michael Sattlegger zeigt in einer durchsichtigen Röhre auf, wie Kohlenstoff durch chemische Reaktionen mit der Umwelt über Milliarden von Jahre hinweg erst zu Öl, dann zu Kohle und schließlich zum glänzenden Diamanten wird. Jörg Bernsmeister hat sich dem Humor verschrieben und spielt in seiner Skulptur auf die alles andere als biologisch nachgewiesene Veränderung eines Frosches hin zum „falschen Prinzen“ an. Im See des Sinneswaldes schwimmen Halbkugeln, auf denen Spiegel montiert sind, die wiederum die umliegenden Bäume spiegeln und dabei stetig ihre Position ändern. Hartmut Hegener schlug aus einem Stein einen Buchenblock heraus, der sich von unten nach oben hin nach und nach zu Büchern verwandelt („Von der Buche zum Buch“). Im großen Steinbruch hängt Bastian Kottes Bild eines Frauenrückens, der durch ein imaginäres Fenster hindurch einen Einblick in die Gedankenwelt der Dargestellten gewährt („Innere Landschaft“). Winfried Gille wiederum steuerte eine eher ernste, tragische Skulptur bei: Sein Friedensengel ist mit dem Kopf voran in einen Baum gekracht. Blut fließt.
– Quelle: http://www.ksta.de/23977234 ©2016